Leitfaden Bedachung · Aktualisiert am November 2026

Dachsanierung in der Schweiz: Preise, Dämmung und Fördermittel (2026)

Sanierung, Dachboden- oder Dachdämmung, Solaranlagen: Was die einzelnen Lösungen kosten und wie Sie Unterstützung vom Kanton erhalten können.

Lesezeit: 3 Min. · Vom RenovSwiss-Team

Abbildung eines Daches, das gerade renoviert wird, mit Dämmschicht

In der Schweiz kostet die vollständige Dachsanierung eines Hauses in der Regel zwischen 20'000 und 50'000 CHF, was etwa 500 CHF pro m² einschliesslich Unterdach entspricht. Die reine Dämmung des Dachbodens ist deutlich kostengünstiger: etwa 60 CHF pro m². Das Dach ist für etwa 21 % der Wärmeverluste eines schlecht gedämmten Hauses verantwortlich: Oft handelt es sich dabei um eine der rentabelsten Massnahmen.

Wie viel kostet eine Dachsanierung?

Massnahmen Richtpreis
Dämmung des nicht begehbaren Dachbodens ca. 60 CHF/m²
Dämmung des begehbaren Dachbodens ca. 150 CHF/m²
Dämmung zwischen Sparren oder auf Flachdächern ca. 210 CHF/m²
Komplette Sanierung, einschliesslich Unterdach ca. 500 CHF/m²
Komplette Sanierung eines Hauses ca. 20'000 bis 50'000 CHF

Quellen: Staat Wallis und Neho. Die Kosten variieren stark je nach Dachform, Zugänglichkeit, Gerüstbau und Kanton: Massgeblich sind ausschliesslich die Offerten.

Richtpreise pro m² für Dacharbeiten
Richtpreise pro m² für Dacharbeiten

Welche Lösung eignet sich für Ihr Dach?

Der Dachboden wird nicht bewohnt

Dämmen Sie den Dachbodenboden: Dies ist die kostengünstigste Lösung. Wenn Sie den Raum weiterhin betreten oder dort Gegenstände lagern möchten, werden über der Dämmung Hartplatten oder ein Bodenbelag verlegt.

Der Dachboden ist bewohnt

  • Dämmung zwischen den Sparren von innen: kostengünstiger, ohne die Dacheindeckung zu beeinträchtigen.
  • Dämmung über den Sparren: die beste Lösung, wenn die Dacheindeckung erneuert werden muss, da dadurch fast alle Wärmebrücken beseitigt werden.

Das Dach ist flach

Die Abdichtung und die Ableitung des Regenwassers erfordern besondere Aufmerksamkeit. Beauftragen Sie stets einen Spezialisten für Flachdächer.

Welche Dämmleistung sollten Sie anstreben?

Die Leistung wird anhand des U-Werts gemessen: Je niedriger dieser ist, desto besser dämmt das Dach.

Niveau U-Wert Anmerkung
Gesetzliche Mindestanforderung Höchstens 0,25 W/m²K Keine Förderung
Empfohlen 0,20 W/m²K Voraussetzung für den kantonalen Zuschuss
Vorbildlich ca. 0,15 W/m²K Höhere Förderung, ideal bei einer Komplettsanierung

Beispiel: Bei einem Dach aus dem Jahr 1985, das mit 6 cm Dämmung isoliert ist, lässt sich durch das Hinzufügen von etwa 14 cm leistungsstarker Dämmung ein U-Wert von 0,20 erreichen (Kanton Wallis).

Tipp

Wenn Sie einen ganzen Dachabschnitt freilegen, schreibt das Energiegesetz häufig vor, dass Sie Ihren eigenen Strom erzeugen müssen, beispielsweise mit Solarmodulen. Planen Sie diese bereits zu Beginn des Projekts ein.

Fördermittel

Die Dachdämmung wird durch das Gebäudeprogramm gefördert, sofern Sie einen U-Wert von mindestens 0,20 erreichen. Beispiel:

  • Waadt: 40 CHF/m² (U ≤ 0,20), 70 CHF/m² (U ≤ 0,15) und 100 CHF/m², wenn Sie Solarmodule installieren (Waadt).
  • Genf: 140 CHF/m² für Elemente, die mit der Aussenluft in Kontakt stehen (U < 0,2) (Genf).

Der Antrag auf Fördermittel für die Dämmung muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden. Für Solaranlagen ist die einmalige Vergütung von Pronovo nach der Inbetriebnahme zu beantragen.

Informieren Sie sich über die Fördermittel Ihres Kantons →

Die Schritte einer Dachsanierung

  1. Lassen Sie das Dach von einem Fachmann begutachten: Dachdeckung, Abdichtung, Dachstuhl, vorhandene Dämmung.
  2. Vergleichen Sie die Varianten: Dämmung von oben oder von unten, Wahl des Dämmstoffs, Dampfsperre, Kosten und Fristen.
  3. Holen Sie die kommunalen Genehmigungen ein, falls sich das Erscheinungsbild des Daches ändert.
  4. Reichen Sie den Förderantrag vor Beginn der Arbeiten ein.
  5. Führen Sie die Arbeiten durch, idealerweise zusammen mit der Installation von Solarmodulen und der Fassadensanierung, sofern ein Gerüst aufgestellt wird.
  6. Beantragen Sie die Auszahlung der Fördermittel unter Beifügung der Belege.
Die 6 Schritte einer Dachsanierung
Die 6 Schritte einer Dachsanierung

Häufig gestellte Fragen

Kann man sein Dach selbst dämmen?

Davon wird dringend abgeraten: Ohne die richtigen Dicken und eine ordnungsgemäss verlegte Dampfsperre besteht die Gefahr von Wärmebrücken und Kondenswasserbildung, und es werden keine Fördermittel gewährt.

Wie lange dauert eine Dachsanierung?

Häufig dauert es bei einem Haus einige Wochen, je nach Fläche, Wetterbedingungen und Zimmererarbeiten. Eine Dachbodendämmung kann innerhalb weniger Tage durchgeführt werden.

An welchen Anzeichen erkennt man, dass das Dach erneuert werden muss?

Gebrochene oder verschobene Dachziegel, Feuchtigkeitsspuren im Dachgeschoss, eindringendes Wasser, starker Moosbewuchs oder ein beschädigter Dachstuhl.

Und im StWE?

Das Dach ist ein gemeinschaftliches Teil des Gebäudes: Über dessen Sanierung wird in der Eigentümerversammlung entschieden, und die Finanzierung erfolgt häufig über den Sanierungsfonds.

Vorsicht vor Asbest?

Ja, in Gebäuden aus der Zeit vor 1990 können bestimmte Dachmaterialien wie Wellplatten aus Faserzement Asbest enthalten. Lassen Sie diese vor Beginn der Arbeiten untersuchen.

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